Bei MARTEC-BBS führt Martin Lehmann seit dem Jahr 2008 EMV-Messungen durch.
(EMV steht für Elektromagnetische Verträglichkeit, umgangssprachlich „Elektrosmog“)

Unsere Expertise im Bereich Hochfrequenz-Messungen stammt aus der langjährigen Tätigkeit als Elektroniker in Entwicklungs-Umgebungen diverser grosser Elektronik-Konzerne, zudem aus der Umsetzung von Funk-Anlagen im Bereich Datenfunk (IT).

Die Frequenzbereiche die wir prüfen und messen können, sind von Niederfrequenz 20 Hz bis Hochfrequenz 6 GHz.

Wir versuchen unseren Elektrosmog-Ratgeber nicht „allzu technisch“ zu schreiben, damit ihn auch Laien und normale Benutzer einigermassen gut verstehen können.

In unserer heutigen Zeit – in der alles „drahtlos“ (Wireless) sein muss-, passieren sehr leicht Fehler beim Umgang und der Konfiguration eingesetzten Geräte. Das Resultat ist allzu oft unnötiger Elektrosmog. Das Problem an der Sache: Man sieht den Elektrosmog nicht, aber er kann das menschliche Nervensystem beeinflussen.

Es ist nicht so, dass „die Strahlung“ etwas am menschlichen Körper verursachen würde (z.B. Krebs), sondern dass das menschliche Nervensystem – insbesondere bei der Regeneration (Ruhezeiten / Schlaf) – durch externe Elektrische Impulse nicht zur Ruhe kommt. Darin in Folge kann es zu Erkrankungen kommen, aber nicht jeder Mensch reagiert gleich darauf. Einige Fälle haben uns frühzeitig vor Eintrit einer Erkrankung gerufen, weil sie z.B. nicht mehr schlafen konnten und keinen Rat mehr wussten.

Wir können das als Menschen sozusagen als eine Art „Alarm für Elektrosmog“ bewerten, „wenn wir nicht mehr schlafen können“.

Bei einigen Fällen wurden wir gerufen, als Menschen konkret erkrankt sind, z.B. an Neurodermitis oder Krebs. Zum Glück haben wir bei einigen Fällen die Ursachen für Elektrosmog gefunden und beseitigt, wodurch sich das Krankheitsbild erheblich verbessert hat.

In vielen Fällen haben wir anhand der Messgeräte etwas gefunden, zum Teil dramatisch hohe Elektrosmog-Werte. Die Ursachen waren oft ernüchternd einfach und lagen meistens direkt bei der Person oder dem direkten Umfeld.

Natürlich sind die Sende-Stationen für Mobilfunk, UMTS(LTE) auch ein Grund für Elektrosmog. Wir Menschen neigen dazu, immer anderen nicht beeinflussbaren Faktoren die Schuld dafür zu geben, aber die Realität sieht ganz anders aus!

Die Elektro-Geräte in den Haushalten sind bei Weitem schlimmer aber unsere Gesellschaft geht oft einfach falsch damit um!
Es wird viel zu wenig erklärt, wie man die Geräte bezüglich Elektrosmog richtig nutzen sollte und sich verhalten sollte.

Der Grund ist klar: Man möchte keine Panik machen! Und das ist auch absolut nicht nötig.
Aufklärung, Bewusststein und das Umsetzen von Handlungsempfehlungen ist wesentlich zielführender.

Aus diesem Grund möchten wir hier unsere Egebnisse und Erfahrungen veröffentlichen.
Diese Erfahrungen sind keine Mutmassungen oder Panik-Mache, sondern „gemessene Fakten“.

1. Die häufigsten Elektrosmog-Ursachen in Haushalten:

  • Elektronische Bauteile / Geräte / Anlagen:
    – Defekte / veraltete Leuchtmittel und deren Schalt-Netzteile
    – Halogen-Beleuchtungssysteme und deren Netzteile
    – Schalt-Netzteile von elektronischen Geräten und Anlagen
  • Telefonie:
    – Defekte / veraltete DECT Telefone (Drahtlos-Haus-Telefone)
    – Falsch konfigurierte DECT Telefone
    – DECT-Basisstationen ohne angemeldetes DECT-Telefon
    – DECT-HeadSets (Telefonie-Freisprechanlagen)
  • IT:
    – Bluetooth Tastaturen aus „Fern Ost“, sogar von namhaften Herstellern
    – Bluetooth Headsets
    – EtherNet over Power (Powerline)
  • WLAN/WiFi:
    – Defekte oder falsch konfigurierte WLAN-Router
    – Nicht oder falsch konfigurierte WLAN-Repeater
  • Mobilfunk / Smartphones / Handys:
    – Mobilfunk-Masten direkt in einem Wohngebiet
    – Mobil-Telefone in einer schlechten Empfangslage
    – Mobil-Telefone, welche immer am Körper getragen werden
    – Mobil-Telefone, welche nachts ggf. sogar im Ruhebereich betrieben werden
    – Mobil-Telefone. welche bei eine Fahrt in einem Fahrzeug liegen.

2. Hintergründe zu Sendeleistungen:

Platz 1: Mobilfunk:

Sendeleitung: bis zu 1 Watt (1800 / 2100 MHz-Netz) & 2 Watt (900 MHz), LTE: 200 milli Watt

Das mit Abstand stärkste und häufigste gemessene Signal in Punkto Elektrosmog ist Mobilfunk,
und zwar uanbhängig davon ob es um den alten GSM oder den neuen UMTS-Standard geht.

Die Sendeleistung wird vom Mobilgerät automatisch den Empfangsbedingungen angepasst.
UMTS/LTE kommt dabei aufgrund der verwendeten Fequenzen oft mit weniger Sendeleistung aus.

Daraus resultieren folgende Probleme (mit Handlungsempfehlungen):

a) Schlechte Empfangs-Situation: Ohne dass ein Nutzer es bemerkt, Gerät ein Mobiltelefon andauernd in eine schlechte Empfangssituation und dreht dann die Sendeleitung voll auf:

  • In Räumen die Mobilfunk abschirmen, z.B., mit Beton-Bauweise oder Glas-Fassaden
    Abhilfe: Legen Sie das Mobilgerät an´s Fenster bzw. an eine gute Empfangsposition
  • In Fahrzeugen, die wie ein „Käfig“ Funk abschirmen
    Abhilfe: Legen Sie das Mobilgerät auf das Armaturbrett
  • In Fahrzeugen, die sich zwischen den Mobilfunk-Funkzellen bewegen
    Abhilfe: Schalten Sie auf einer Fahrt in den Flugmodus
  • In Ruhe-Räumen (Schlafzimmer, Kinderzimmer etc.)
    Abhilfe: Schlafen Sie niemals in der direkten Nähe eines aktiven Mobil-Telefons.
    Schalten Sie Nachts z.B. in den Flugmodus. Wenn Sie Daten-Funk benötigen, nutzen Sie WLAN, den WLAN

b) Das Gerät wird oft direkt am Körper getragen.
Abilfe: Legen Sie da Mobilgerät zur Seite und telefonieren Sie mit einem Kabel-Headset

c) Bei einer Ansammlung von Menschen summiert sich der Elektrosmog oft auf extrem hohe Werte.
Abhilfe: In den Flugmodusch schalten (Mobilfunk aus). Nutzen Sie WLAN!

Platz 2: Elektronische Geräte

Sendeleistung: gemessen, bis zu 1 Watt

Elektronische Geräte, Spielzeuge, Beleuchtungssysteme, Energiesparlampen, Maschinen, Kabelsysteme etc. senden oft ungeahnt hohe Mengen an Elektrosmog aus.
Das Schwierige an diesen Umständen ist, dass diese Geräte von Laien nahezu gar nicht beurteilt werden können. Selbst Fachleute können das kaum beurteilen, da man hierfür spezielle und teure EMV-Messgeräte benötigt. So ist dieses Thema nur schwer zu beurteilen oder greifbar zu machen.

  • Daraus resultieren folgende Probleme (mit Handlungsempfehlungen):
    • Billig-Elektronik aus Fern-Ost verursachen oft hohen Elektrosmog in deren Schaltnetzteilen.
      Abhilfe: Verwenden Sie nur Marken-Produkte aus vertrauenswürdiger Herkunft. Hierbei können Sie davon ausgehen, dass die Geräte einer EMV-Prüfung unterzogen wurden und für den Einsatz bei uns zertifiziert sind.
  • Gealterte / Teil-Defekte Elektronik hat oft ein „Eigenleben“ und verursacht Elektrosmog.
    Abhilfe: Bei Bedenken müssen Sie einen EMV-Fachmann eine Messung durchführen lassen.
  • Elektronik ist oft ungenutzt in Betrieb (z.B. Schaltnetzteile) und versenden auch im Standby Elektrosmog
    Abhilfe: Verwenden Sie Strom-Steckdosenleisten mit Schalter, schalten Sie bei Nicht-Nutzung einfach alles aus.
  • Powerline (EtherNet über Stromnetz) versendet eine Frequenz auf dem StromNetz
    Abhilfe: Vermeiden Sie PowerLine, verlegen Sie besser ein abgeschirmtes Netzwerk-Kabel

Platz 3: DECT Telefone (Schnurlos-Telefone):

Sendeleisung: 250 milli Watt

Das dritt stärkste Signal, welches wir immer wieder messen, sind gewöhnliche DECT Telefone (auch bekannt als Schnurlos-Telefone). Insbesondere veraltete Geräte haben eine permanent hohe Sendeleistung und unterstützen nicht ECO-DECT. Die meisten Geräte die wir antreffen, sind falsch konfiguriert und senden permanent mit voller Leistung.

DECT Telefone sind insbesondere deshalb so negativ, weil sie extrem stark verbreitet sind und sich in einem Haushalt oft mehrere Geräte in direkter Nähe zu den Bewohnern befinden. Zudem werden sie oft stundenlang bei einem Telefonat direkt am Körper genutzt.

Was uns selbst bei neuen ECO-DECT Geräte sehr negativ auffällt, ist dass ab Werk (Hersteller) ECO DECT zwar möglich ist, aber nicht aktiviert ist!

Daraus resultieren folgende Probleme (mit Handlungsempfehlungen):

  • Positionierung in der Wohnung, direkte Nähe zu Bewohnern
    Abhilfe: Positionieren Sie DECT Geräte so, dass Bewohner einige Entfernung dazu haben
  • Lange Nutzung, direkt am Ohr (Kopf) (gilt auch für DECT Headsets)
    Abhilfe: Führen Sie nur kueze Telefonate per DECT Telefon. Langtelefonierer sollten ein klassisches kabelgebundenes Telefon (mit Kabelgenundemen Hörer) verwenden.
  • Veraltete Geräte senden permanent
    Abhilfe: Entsorgen Sie alle Geräte ohne ECO-DECT und beschaffen sich ECO-DECT Geräte
  • ECO-DECT Gerät vorhanden, aber falsch konfiguriert:
    Abhilfe: Prüfen Sie, ob das ECO-DECT Telefon den ECO-DECT Modus wirklich „aktiviert hat“.
  • Ehemalige DECT BASIS wird als Ladeschale verwendet und sendet (ungenutzt) mit voller Leistung.
    (Dies passiert oft, wenn bestehenden DECT-Geräte an z.B. eine FritzBox angemeldet werden.)
    Abhilfe: Verwenden Sie niemals eine ungenutzte DECT-Basisstation als Ladeschale.
    Beschaffen Sie sich hierfür eine passende Ladeschale ohne DECT-Basisstation.
    (Im Fall FritzBox empfehlen wir, die passenden FritzFon Modelle hierfür zu verwenden.)
  • Basis-Station sendet mit voller Leistung / ECO-DECT ist nicht aktiviert
    Abhilfe: Benutzen Sie die Konfigurations-Modus der DECT-Basisstation (oder des Routers)
    a) DECT Sendeleistung generell reduzieren (verminderte Reichweite)
    b) ECO-DECT Modus aktivieren

Platz 4: WLAN / WiFi:

Sendeleistung: bis zu 100 milli Watt

WLAN hat eine geringe Sendeleistung (im Vergleich zu Mobilfunk – selbst bei maximaler Leistung – nur 1/20 (ein zwanzigstel)) und zudem aufgrund der genutzten Fequenz eine hohe Dämpfung (geringe Reichweite). In nur wenigen Metern Entfernung verringert sich die Singnalstärke bei 2.5 und 5 GHz oft auf 1/200 oder 1/800 Teil gegebüber Mobilfunk. Aber man kann selbst bei WLAN noch einiges optimieren:

Daraus resultieren folgende Probleme (mit Handlungsempfehlungen):

  • WLAN sendet 24 Stunden, 365 Tage
    Abhilfe: Konfigurieren Sie WLAN-Router so, dass z.B. nachts das WLAN abgeschaltet wird.
    Vorsicht!! Haben Sie Smartphones im Einsatz, sollte das WLAN nicht abgeschaltet werden, ausser die Geräte werden alle zeitgleich in den Flugmodus versetzt.
    Grund: Ohne WLAN nutzen die Smartphones ansonsten das Mobilfunk-Netz mit sehr hoher Sendeleistung, was völlig das Gegenteil des erwünschten Effektes bewirken würde!
  • WLAN sendet mit 100 milli Watt
    Abhilfe: 100 MilliWatt werden als Sendeleistung auf 2.4 GHz nahezu nie gebraucht. Konfigurieren Sie Ihren WLAN-Router so, dass die Sendeleistung auf z.B. 30, 50 oder 60 milli Watt reduziert wird.
  • Veralteter WLAN Router ist in bezüglich Sendeleistung oder Zeitsteuerung nicht konfigurierbar:
    Abhilfe: Ersetzen Sie den veralteten Router oder schalten sie ihn nachts stromlos.
    PS: Es gibt moderne auf LINUX basierte Router (welche wir generell einsetzen). Diese können z.B. Nachts die Sendeleistung des WLAN-Signals zeitgesteuert reduzieren. Legt man dann z.B. Mobilgeräte in die Nähe des Routers, der z.B. auf 2 milliWatt reduziert ist, so können die Geräte Online bleiben bei nur 1/1000 stel der Mobilfunk-Sendeleistung. Dies ist das Optimum was man bezüglich Datenfunk in Verbindung mit Mobilgeräten einrichten kann.

Fazit:

Jeder kann selbst sehr viel tun, indem er für Elektrosmog ein gesundes Bewusstsein entwickelt und sich korrekt verhält. Wir fassen folgende Grundsätze zusammen.

  • Nutzen Sie korrekt konfigurierte Telefonie oder Mobil-Geräte
  • Bevorzugen Sie die Nutzung von „WLAN vor „Mobilfunk“
  • Konfigurieren Sie Ihre Router ordentlich
  • Bevorzugen Sie ein „Kabel“ vor einer Funk-Verbindung
  • Nutzen Sie nur ordentliche Geräte namhafter Hersteller
  • Schalten Sie ungenutzte Geräte wirklich „aus“

Bei Unklarheiten sollte man besser einen Fachmann befragen, am besten jemand, der Funktechnik wirklich messen kann.

Leider ist dieses Thema immer sehr umstritten, es gibt wiele Leute die Panikmache betreiben oder Stimmung gegen Mobilfunkbetreiber machen wollen. Davon distanzieren wir uns vollständig!

Wir sind Fachleute, und diese erkennen Sie daran, dass sie „genaue Messungen“ erstellen und „keine Sprüche klopfen„.

Wir stehen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Autor: Martin Lehmann

Quellenangaben:
Sendeleistungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Sendeleistung

Categories: Allgemein

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