FTP ist wohl einer der wichtigsten InterNet-Dienste um Dateien zu übertragen, doch Vorsicht – FTP ist nicht gleich FTP ! Die Unsitte „Dateien per eMail zu übertragen, unterstützen Profi´s defakto nicht! Profi´s oder Laien, die etwas besser sein wollen als der Rest der Welt, mögen also bitte hier weiterlesen (Laien, die Laien bleiben möchten, sind hier falsch..):

Als Anwendungsumgebung wird immer davon Ausgegangen, dass sich ein FTP-Client mit einem (oder mehreren) FTP-Server(n) verbindet und dass dann Daten übertragen werden sollen. Wollen 2 Clients miteinander FTP übertragen, so muss einer der PCs die Serverrolle übernehmen, oder die 2 Clients bedienen sich einem FTP-Server bei Ihrem Provider (sofern er diesen bereitstellt). In diesem Falll muss erst der eine Client seine Dateien zum FTP-Server hochladen um dann nach erfolgtem Upload am zweiten PC den Download zu machen.

Die weiteren Unterschiede in der Verwendung des FTP-Protokolls liegen vor allem in der Art der Anwendung, d.h. „für „Was“ braucht man FTP und „Was“ möchte man damit erreichen sollte bei jedem Einsatz von FTP als Überlegung angestellt werden. Zu verschiedenen Anwendungsfällen erwähnen wir hier einige Programme, und was man damit machen kann:

InterNet-Explorer:

Der Microsoft InterNet Explorer 6+7 hat einen ganz brauchbaren FTP-Client eingebaut, den man einfach durch Eingabe einer FTP:// – Adresse aufruft. Nachteile des InterNet-Explorer sind ganz klar, dass er „sichere FTP-Protokolle – z.B. S-FTP“ nicht unetrstützt. Zudem enthält er keinen Download-Manager, der im Fehlerfall Dateien anhängen kann. Einigermassen sinnvoll einsetzbar ist der IE-FTP-Client also nur dann wenn man „aeusserst kleine Dateien“ übertragen will, oder wenn man ihn mit einem Download-Manager ergänzt. Hierzu empfehlen wir „Free Download Manager“, den man hier herunterladen kann:

Link zum „Free Dowload-Manager“

FireFox-Explorer:

Der Firefox – Browser von Mozilla enthält schon einen wesentlich besseren FTP-Client, der vor allem schon einen eingebauten Download-Manager auch für den Download (Übertragung vom Server zum Client) sehr grosser Dateien enthält. Dies genügt in den meisten Fällen für den Download von Dateien. Hier braucht man nichts dazu installieren, aber eine Einstellungim Firefox sollte man auf jeden Fall ändern – Extras – Einstellungen – Allgemein: anhaken: „Jedes Mal nachfragen, wo eine Datei gespeichert werden solll“.

FileZilla:

Vielen Nutzern reicht es nicht aus, nur Dateien herunterladen zu können – sie brauchen vor allem die Upload-Funktion. Vorsicht: DSL-Benutzer können oft nicht schnell „Hochladen“, weil deren Anschluss technisch bedingt nur ISDN-Geschwindigkeit vom Client zum InterNet beschert“. FunkNetz-User oder Nutzer von symmetrischen Leitungen haben hier den Vorteil „Uloads“ per FTP auch in hoher Geschwindigkeit zu machen. Hierzu ist ein guter FTP-Client zu benutzen, z.B. „Filezilla“.

Link zum „FileZilla“

FTP-Synchronisation:

FTP-Synchronisation beherrscht im Wesentlichen die Funktionalität, 2 Verzeichnisse mit deren Inhalten (Dateien und Unterverzeichnisse) miteinander zu vergleichen (CRC-Prüfsummme und Zeitstempel aller Objekte an der Quelle und dem Ziel) und dann nur diese Unterschiede gegeneiander abzugleichen. Man spricht von „Einseitiger Synchronisation“ (Abgleich aus der Quelle zum Ziel) und „Bidirektionaler Syncronisation“ (zweiwege-Abgleich zwischen Quelle und Ziel, um Änderungen auf beiden Seiten zu berücksichtigen)

Als Werkzeuge gibt es hier 2 Arten. Zum einen sei das Kommandozeilen-Werkzeug „WGET “ erwähnt, das als Batch-Auftrag (zu programmieren) wunderbar „einseitige Syncronisation“ beherrscht. MARTEC-BBS repliziert damit seit ueber 10 Jahren FTP-Server untereinander oder überträgt Logbücher und Virensignaturen zu weltweit verteilten Servern. Das Werkzeug ist also für Profi´s absolut perfekt!

Weitere – grafisch orientierte FTP-Syncronisationsprogramme – sind die Werkzeuge „SyncBack „,

FTP-Backup (Sicherung):

Immer mehr Rechenzentren bieten Backup-Speicherplätze an (MARTEC-BBS auch), auf den man extern die wichtigsten Dateien sichern kann. Hier gilt aber absolut die Anforderung, dass die nach Extern übertragenen Dateien hoch verschlüsselt sein müssen, und dass das FTP-Backup-Programm auch zeitgesteuert funktioniert.

Wir geben hier den Hinweis auf das Programm „BackupMaker „, das für zu sichernde Dateien bis max. 1MByte Groesse „frei“ ist (reicht in der Regel für die gebräuchlichsten Dateien aus Office und Bilder etc.) und alle Anforderungen für ein FTP-Backup in Perfektion beherrscht – auch Verschlüsselung. Wer Dateien groesser 1 MByte sichern will, braucht die Pro-Home-Version fuer 25 EUR, was für ernsthafte Anwendungen bestimmt sinnvoll angelegt ist. Der grosse Vorteil für Laien ist, das Programm ist in Deutsch und sehr einfach zu bedienen!

Ebenso sei hier das Programm „MicroBackup2006 “ erwähnt, das in der freien Variante FTP-Backup aller Dateigrößen beherrscht, jedoch für das Verschlüsseln dann eine registrierte Pro-Variante anbietet. Das Werkzeug arbeitet so, dass zuerst alles in ein lokales Sicherungsverzeichnis archiviert wird (im .ZIP-Format) und das Ergebnis der Sicherung dann per FTP auf einen Server hochgeladen wird.

Backup-Kosten:

Ich werde oft gefragt, was denn die externe Datenauslagerung, z.B. mit einem FTP-Backup kostet.

Zunaechst einige Worte zum Verfahren: MARTEC betreibt an 2 Lokationen Server, die gesicherte Daten miteinander replizieren (abgleichen oder synchronisieren). Es wird nichts auf Baender gespielt, sondern der Stand der auf Platten ist, wird auf den 2 Backup-Servern schlicht und ergreifend „gedoppelt“ bereitgestellt“ – was vollauf ausreicht. Zudem handelt es sich bei den Platten nicht um einfache Festplatten, sondern um Storage-Systeme, die an jeder Lokation nochmals „gedoppelt“ (gespiegelt) vorhanden sind. Eine Versionisierung von Staenden ist möglich, erfordert dann aber eine doppelte Datenablage von Seiten des Benutzers. Als Einstiegspunkt zu dem Storage ist es moeglich an beiden Servern (Lokationen) einzusteigen, da beide den selben Stand haben – geschickter Weise auch noch an 2 verschiedene Provider angebunden. Das Verfahren ist also hochsicher.

Kalkulation:

– Zum einen gilt es in der Kalkulation zu beruecksichtigen, dass nunmal Daten übertragen werden und die Daten bei einer Synchronisation natuerlich geringer ausfallen als bei einem kompletten Backup. Diese Kosten bezeichnen wir Transferkosten „Synchronisationskosten“ oder „Backup-Transfer“. Synchronisation kostet pro 1 Gigabyte Daten 5 € pro Monat – unabhaengig davon, wie viele Backup-Laeufe stattfinden. Backup-Transfer kostet pro Gigabyte und Lauf 15€ pro Monat.

– Zum anderen ist die Datenablage und der Plattenplatz bzw. deren nochmalige Kopie auf weitere Datentraeger (einen zweiten Server an einer anderen Lokation) bei MARTEC implementiert, wodurch nochmals Datentransfer aufschlaegt und Kosten entstehen. De Datenablage kostet zusaetzlich 20 € pro Monat und pro Gigabyte.

Beispielrechung: Man moechte 1 GByte Daten synchronisieren, so kostet das 5 € + 20 € = 25 € pro Monat.

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